Sind Smartwatches wirklich out?

Wearable-Trend ist rückläufig, trotz hohem Potenzial für Unternehmen

In den letzten Jahren waren Smartwatches stark im Kommen und nun brechen die Kaufzahlen drastisch ein. Woran liegt’s? Der ohnehin schon kleine Marktanteil von 3,1% bezog sich vor allem auf simple Fitness-Tracker. Diese landen jedoch nach einer Woche schon bei den meisten Endkunden in der Ecke. Die User sind gelangweilt und finden keinen Ansporn nach der ersten Neugier für die selbst getrackten Gesundheitsdaten weiter am Ball zu bleiben. Fast jeder 3. legt die sein Wearable nach einer Zeit ab laut einigen Marktforscherzahlen. Daran ändern leider auch die besten Funktionen wie Updates über den eigenen Status, Push-Benachrichtigungen, Sport Übungen, Challenges, Chat-Messages, Liveticker, Mails und Calls vom Handgelenk aus nichts. Dabei zeigen verschiedene Studien – sogar eine von Salesforce – durchaus sehr positive Effekte für Endkunden und Unternehmenseffektivität. So steigert die Smartwatch bei regelmäßigem Tragen und Benutzen nicht nur die Gesundheit und das Wohlbefinden, sondern auch die Produktivität von Mitarbeitern. Auch das MIT ist der Sache nachgegangen. Allein der Besitz eines Wearables soll das Bewusstsein für die eigene Gesundheit fördern.

Ist es also wirklich schon Zeit für Wearables die Flinte ins Korn zu werden?

Jein, Nutzer brauchen eine Motivation, die über die technischen Spielereien hinausgeht. Die kurze Neugierde ist nach einiger Zeit erschöpft, sodass andere Mechanismen greifen müssen. Ein inspirierender Drive ist notwendig, der User wirklich zu gesünderem Verhalten anspornt. Dann haben die smarten Tracker am Handgelenk eine dauerhafte Chance auf dem Markt. Die Kombination von Smartwatches und nachhaltigen Gesundheitsprogrammen könnte womöglich ein Comeback bedeuten. Die meisten motivieren mit Geld, Charity Aktionen oder anderen klassischen Incentives wie Tankgutscheinen. Auch die ersten großen Krankenkassen entwickeln Bonifizierungsapps mit Tracker-Integration. Für Unternehmen sind derzeit noch nicht viele solcher Apps auf dem Markt. Ein Beispiel wäre iRewardHealth. Sie sahen die klaren Benefits dieser Kombi und integrierte Wearables in ihre betriebliche Gesundheitsapp. Das letzte Wort ist somit noch nicht gesprochen! Wir halten Euch auf dem Laufenden.